für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II sowie deren Eltern und für die Lehrerinnen und Lehrer der Schule

A: für Schülerinnen und Schüler

Ziele der Beratung:

Beratung soll beim Umgang mit Problemen und schwierigen Situationen helfen und im besten Fall zu deren Bewältigung dienen. Dabei ist das vorrangige Ziel, die Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten der ratsuchenden Person zu verbessern. Sie soll eigenständig und aktiv das Problem selbst angehen lernen (Hilfe zur Selbsthilfe).

Wichtig dabei ist, dass die Ratsuchenden ein unkompliziertes, gut erreichbares und vernetztes Beratungssystem vorfinden. Alle in diesem System kennen die Kompetenzen (und Zuständigkeiten) untereinander und sind gefordert, ggf. Informationen zu vermitteln. Eine gute Beratung lebt von der Zusammenarbeit aller Beteiligten, evtl. auch mit außerschulischen Partnern.

Anlaufstellen für die SchülerInnen der Sekundarstufen 1 und 2:

a) KlassenlehrerInnen, KurslehrerInnen und Stufenleitung: Diese sind die erste Beratungsinstanz für die Bearbeitung pädagogischer Probleme in der Klasse bzw. Jahrgangsstufe. Sie beraten SuS und deren Eltern individuell bei Leistungsschwächen und Verhaltensauffälligkeiten, über die Schullaufbahn der SuS und informieren ggf. FachlehrerInnen über Ursachen von Leistungsschwierigkeiten sowie bei Problemen im Arbeits- und Sozialverhalten. Umgekehrt melden FachlehrerInnen Auffälligkeiten den Klassen- bzw. Stufenleitern.

b) BeratungslehrerInnen und VertrauenslehrerInnen: Sie ergänzen und intensivieren die Beratungstätigkeit der Klassen- und Stufenleitung. Sie werden (von Klassenlehrern, Eltern oder Schülern) benachrichtigt, wenn sich z.B. SchülerInnen nicht an die Klassenlehrer wenden (wollen) oder die Klassenlehrer zusätzliche (auch außerschulische) Hilfe brauchen.

Zur Zeit sind im Beratungslehrerteam: Frau Perlick, Frau Theuer, Herr Schilken.

Vertrauenslehrer sind im Schuljahr 2016/17 Frau Theuer und Herr Holly.

c) Schulseelsorger und Trauerbegleitung: Zu Gesprächen stehen ebenfalls der Schulseelsorger, Pfarrer Zoske, sowie die speziell in Trauerbegleitung ausgebildete Kollegin Frau Ruckelshauß zur Verfügung.

d) Psychologin Frau Hahn: Sie steht den Lehrkräften unterstützend zur Seite, führt bei Bedarf Supervisionen durch und berät Lehrkräfte in Problemfällen. Sie führt Fortbildungen für das Kollegium durch bzw. vermittelt außerschulische Partner.

e) Schulleiterin Frau Fahnenbruck: Sie unterstützt die Kollegen bei der Beratung von SuS sowie deren Eltern, insbesondere bei verhaltensauffälligen Schülern. Sie greift in Konfliktfällen ein.

Individualberatung und Prävention:

a) für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I

Zur Individualberatung stehen die oben genannten Personen zur Verfügung. Termine können persönlich oder über Email-Kontakte mit der gewünschten Lehrkraft vereinbart werden (die Email-Adressen der Beratungslehrer sind im Flyer zu finden; andere Adressen finden Schüler auf der Homepage oder können über das Sekretariat bzw. die Klassenleitung erfragt werden).

Individualgespräche finden nach Absprache in einem geschützten Raum statt und unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht.

Individuelle Beratung versteht sich vor allem als ein Hilfsangebot für Schüler/innen, die bei der Entwicklung eigener Problemlösungsstrategien alleine nicht weiterkommen und den Wunsch haben, unterstützt zu werden. Sie bietet aber auch Eltern die Möglichkeit, Probleme, die im Zusammenhang mit Schule stehen, in deren Kontext verstehen zu lernen. Unterstützt werden die Beratungslehrer/innen von der in Neuss niedergelassenen Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin Martina Hahn, die ehrenamtlich alle denkbaren Fragestellungen im Rahmen von Beratung aus psychologischer Sicht beleuchtet.

Aspekte von Beratung, die individuell mit Schülerinnen und Schülern bearbeitet werden können:

Krisenintervention

· Krankheit in der Familie
· Todesfall in der Familie
· Todesfall in der Schulgemeinde

Soziale Konflikte in der Klassengemeinschaft

· Streit
· Mobbing

Soziale Konflikte in der Familie, die das Schulleben tangieren

· Themenbereich Pubertät
· Patchwork-Familienstress

Individuelle Lernprobleme

· Prüfungsängste
· Unterforderung und Überforderung
· Beeinträchtigungen durch Krankheiten wie Depression, Essstörungen

Verhaltensauffälligkeiten

· ADS/ADHS
· Schulangst
· Schulverweigerung
· häufiges Fehlen mit und ohne Entschuldigung,
· Schulschwänzen

Externe Beratungsstellen, zu denen auf Wunsch von Eltern, Kollegen oder Schülern und nach Bedarf Kontakte vermittelt werden können:

· Jugendberatung der Stadt Düsseldorf (JUB),
· Schulpsychologische Beratungsstelle der Stadt Düsseldorf
· CCB (Competence Center Beratung)
· Suchtberatungsstellen
· Jugendberatung der AWO
· Evangelische Beratungsstelle in Oberkassel
· Kinderschutzambulanz
· Kindertagesklinik des Ev. Krankenhaus
· Pro Mädchen, Mädchenberatung
· Frauenhaus
· Diverse Therapeuten unterschiedlicher Fachrichtungen

Es werden regelmäßig Kurse zur Bewältigung von Prüfungsangst (Don´t panic – analog zu den Kursen in der Sekundarstufe II) durchgeführt.

b) für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II:

Hilfen bei individuellen Problemen und Schwierigkeiten:

  • Individualberatung und Hilfe bei schulischen und/oder privaten Problemen (Frau Perlick, Frau Theuer, Herr Schilken sowie Frau Ruckelshauß, Herr Zoske)
  • Prüfungsangstbewältigung / Kurs zur Überwindung von Lernblockaden Don´t panic – organise yourself! Diese Kurse finden regelmäßig ein bis zwei ml pro Jahr statt und werden den Schüler über Aushänge und den email Verteiler der Stufe angekündigt. Durchgeführt werden die Kurse mit max. 10 Schülerinnen und Schülern unter Leitung von Frau Theuer und Herr Jaspers.
  • Crash Kurs NRW: Durchführung des Kurses für SchülerInnen der Jahrgangsstufen 10 und 11 durch die Polizei NRW zur Prävention von Verkehrsunfällen bzw. Entwicklung eines realitätsnahen Gefahrenbewusstseins. (Erstmalig 2012, Wiederholung 2015)

In Hinblick auf Schulabschluss und Bildung:

  • Laufbahnberatung durch die jeweilige Stufenleitung sowie den Oberstufenkoordinator (Herr Baczyk)
  • Anleitung zum wissenschaftspropädeutischen Arbeiten über einen in der Q1 durchgeführten Methodentag bzw. Teilnahme an einem Projektkurs (jeweilige Stufenleitung sowie Projektkurs-Leiter)
  • Information zu CertiLingua (Frau Weber)
  • Information zur Begabtenförderung (Herr Jaspers)
  • Information zur besonderer Lernleistung (jeweilige Stufenleitung)
  • Information und Beratung zum individuellen Auslandsaufenthalt in der EF (Frau Theuer)

Im Zusammenhang mit Berufswahl und Ausbildung:

  • Zweiwöchiges Betriebspraktikum in der Einführungsphase (Frau Keßler)
  • Diverse Berufsorientierungsabende (Frau Beucker)
  • Berufsorientierungsworkshop (Firma EINSTIEG) (Frau Geerkens)
  • Einzelberatungen über Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit (Herr Schäfer)

B: für deren Eltern

Regelmäßige und wiederkehrende Informationsabende für Eltern (Elternschule) mit Lehrerinnen und Lehrern des Cecilien-Gymnasiums sowie externen Referenten zu Problemen, Störungen und Gefahren, die bei Kindern und Jugendlichen auftreten können. Bisher haben stattgefunden:

  • Drogenprävention – Themenabend / Informationsveranstaltung für die Eltern der Jahrgänge 7 und 8
  • Medienerziehung durch die Medienscouts NRW – Informationsabend für die Eltern des Jahrgang 6
  • Lernblockaden und Schulstress – Informations- und Diskussionsabend für die Eltern der Jahrgänge 5 und 6

C: für die Lehrerinnen und Lehrer

LehrerInnen werden ermutigt, Fort- und Weiterbildungsangebote wahrzunehmen. Schulinterne Fortbildungen z.B. durch die Diplom-Psychologin Frau Hahn wurden durchgeführt.

Für LehrerInnen besteht die Möglichkeit, sich durch die Beratungslehrer beraten zu lassen oder beispielsweise mit deren Hilfe kollegiale Fallberatungen durchzuführen.
Düsseldorf im Januar 2017, Stefanie Theuer