Am 9. November besuchten wir, die Schülerinnen und Schüler der Europa-Arbeitsgruppe, anlässlich der LUX-Filmtage das Bambi Filmstudio. Die LUX-Filmtage und der LUX-Filmpreis sind vom Europäischen Parlament ins Leben gerufene Projekte zur Förderung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt. Jedes Jahr gibt es einen Gewinnerfilm. Während der Filmtage kann man in einigen Städten in Europa kostenlos die drei Finalisten-Filme anschauen.

Wir hatten uns für den Film „Western“ von Valeska Grisebach entschieden, welcher von dem deutschen Bauarbeiter Meinhard und seinen Erfahrungen beim Bau eines Wasserkraftwerks in Bulgarien handelt. Er und seine Kollegen sprechen weder Bulgarisch noch Englisch, aber während seine Mitarbeiter den Einheimischen mit Misstrauen, Vorurteilen und Überheblichkeit begegnen, bringt Meinhard ihnen Respekt und Neugier entgegen. Der Film ist sehr bewegend, trotz der Kommunikationsschwierigkeiten kommt es zu einer zarten bulgarisch-deutschen Freundschaft. „Western“ bietet ein gutes Beispiel zweier aufeinanderprallender Kulturen, wobei nicht ganz klar wird, ob es zu einem Happy End kommt. Vielmehr erlebt man die einzelnen Momente der Spannung und Ungewissheit, die ihre Wirkung ohne viele Worte und beinahe ohne Filmmusik entfalten.

Im Anschluss an die Vorstellung gab es noch ein kurzes Gespräch mit der Europa-Abgeordneten Petra Kammerevert, der Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur und Bildung. Sie betonte besonders die Funktion der Filme allgemein als kollektives Gedächtnis einer Gesellschaft und wichtiges kulturelles Element, das es nicht zu vergessen gilt.

Alles in allem war es ein Abend voller intensiver Eindrücke mit dem Blick auf eine ziemlich ungewöhnliche Geschichte.

Natalie Stückmann und Max Kubis (Q1)

LUX-Filmtage in Düsseldorf